Basil in Indien 2007/2008

Bachelorarbeit am Indian Institute of Technology (IIT) Madras, Chennai, Tamil Nadu, Indien
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Eingeladen
Samstag. Gegen Mittag waren Michael, der andere Deutsche aus Kaiserslautern, und ich, bei unserem gemeinsamen Mentor oder Supervisor Dr. Sundar und seiner Familie zum Essen eingeladen. Wie alle Professoren wohnt er auf dem Campus, da es sich beim IIT um ein residential institut, also um eine Art Internat handelt.

Wir haben uns lange gut unterhalten, worüber, das will ich hier nicht alles aufzählen. Sehr interessant sind jedenfalls Kolams, bzw. Rangolis (hier eine mathematische Betrachtung), teilweise sehr komplexe Muster, die in Südindien von Frauen mit Reismehl auf den Boden aufgetragen werden. Neben ihrer symbolischen Bedeutung, dekorativen Wirkung und Konzentrationsübung, dienen sie Ameisen und anderen Insekten als Nahrung. Sie werden auch in den Häusern gemalt. Mein Einwand, dass dadurch Ameisen angelockt werden, stösst auf Gleichgültigkeit, Ameisen seien sowieso im Haus.

Ab dem achten Lebensjahr oder der achten Klasse, der Punkt ist mir nicht ganz klar, bereiten sich Kinder auf die Aufnahmeprüfung an den IITs vor. 30 Lakhs, also 30*100000, also drei Millionen, nehmen an den Prüfungen teil, 7000 werden eingeladen zur weiteren Auswahl und 3500 werden in Gruppen à 500 auf die sieben IITs des Landes verteilt. Entsprechend gut sind Jobaussichten weltweit und zu erwartender Lohn.

An diesem Tag wurde das Wohnheim geschmückt, anlässlich der 10 Tage dauernden Festtage. Im Eingang wurden mehrere Rangolis gemalt, wie zufällig verunglückt findet man zerplatze Kürbisse mit wassermelonenrotem Fleisch auf dem Campus, Schreine sind aufgebaut und Schaukästen und Fensterscheiben braun besprenkelt mit einem roten Punkt in der Mitte.


Alle Photos des Tages hier.

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