Basil in Indien 2007/2008

Bachelorarbeit am Indian Institute of Technology (IIT) Madras, Chennai, Tamil Nadu, Indien
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06.02.2008, Mumbai (Elephanta)
Elephanta ist eine kleine Insel vor Mumbai, die von den Portugiesen so genannt wurde, nachdem im dortigen Hafen im 16. Jahrhundert ein steinerner Elefant gefunden wurde. Vom Gateway of India aus erreichen wir sie nach einer einstündigen Fahrt mit der Fähre, fahren vorbei an Kriegsschiffen, Festungsinseln und Überwasserpipelines.


Merkwürdigerweise noch im Meer stehen Bäume und Buschwerk zwischen den Kanten, die von Ebbe und Flut gezogen werden.

Man hätte es sich fast denken können, der Eintrittspreis zu den Höhlen war im Preis nicht enthalten, auch mit meiner Argumentation, hier in Indien zu studieren, also resident zu sein, kam ich nicht weiter und wir mussten den üblichen Touristenpreis von 250 Rupien zahlen - Inder zahlen 5 Rupien, man fühlt sich wieder sehr willkommen. In Preis für unsere Fähre sollte ein Führer enthalten sein, natürlich gab es keinen, andere Touristen fanden am Eingang einen Führer, der extra zu bezahlen war. Erst viel später kam unser Führer, wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet.

Große eindrucksvolle säulengestützte Höhlen sind im 8. Jahrhundert in den Felsen gehauen worden, im Inneren gibt es einen Lingam, an den Wänden Götterdarstellungen. Mehr dazu in diesem Artikel.


Vor der Hauphöhle stürzen sich Affen auf die Plastiktüten der Touristen; verweigert man ihnen den Eingriff, so ziehen sie stattdessen an der Kleidung, wiederholt hört man Menschen schreien. Über die Insel führt ein Rundweg, vorbei an schönen, zu dieser Zeit blätterlosen, Blütenbäumen. Am Ende dieses Weges stellen wir fest, dass, wenn wir vor dem Betreten der Höhlen anstatt nach links zu Kasse zu gehen, direkt rechts eingebogen wären, wir über den Rundweg ohne Eintritt zahlen zu müssen Zugang zu den Höhlen gehabt hätten.


Auf dem Weg zurück zur Fähre kam mir auf dem schmalen Steg zur Anlegestelle ein Rind entgegen und ich blieb einige Meter vor ihm auf seinem Weg stehen. Kurz vor mir senkte es kurz den behornten Kopf um abrupt auszuholen, verfehlte mich aber oder wollte mir nur zu verstehen geben, dass ich auszuweichen hätte - mit weichen Knien erreichte ich unverletzt das Boot.

Am Abend zurück in der Stadt liess ich mir im Bahnhof die staubigen Schuhe putzen. Der Schuhputzer bot mir an, meine breiten roten Gummischnürsenkel, integraler Bestandteil des Designs, durch einfache schwarze Schnüre zu ersetzen. Auch die weiche Sohle schien ihm zu missfallen, er wollte eine Sohle unternageln - ebenfalls völlig undenkbar. Er war allerdings kaum davon abzubringen.

Da Mumbai Bollywood, die derzeit grösste Filmindistrie der Welt, beherbergt, wollten wir uns einen Hindifilm ansehen. Der Film hiess Rama Rama, Untertitel gab es keinen, wir zahlen 220 Rupien pro Person (mehr als 4 Euro, der Schuhputzer hatte 5 Rupien verdient), sassen aber alleine im Kino. Atmosphäre durch begeisterte oder überhaupt am Film Anteil nehmende Inder gab es also leider nicht. Zu Beginn eines Films wurde die Nationalhymne gespielt. Dem Film konnte man folgen, da die Handlung nicht sehr komplex schien und ab und zu einzelne Worte bis ganze Sätze komplett in Englisch waren. In der Pause amüsierten wir uns über die Botschaft the popcorn sends you a message that it's been missing you.

Alle Photos des Tages hier.

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