Basil in Korea 2006/2007

Praxissemester an der POSTECH - Pohang University of Science and Technology, Korea
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Weihnachtseinkaeufe in Pohang
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Auf der Suche nach Mitbringseln sind Chris und ich, wie schon oft, am Fischmarkt vorbeigekommen, doch man entdeckt immer wieder Neues, wie zum Beispiel diese Haifische die von Kindern getreten und bestaunt werden, moeglicherweise auch fuer sie ein seltener Anblick, ...

... verschiedene Arten von Seegurken denen die Gravitation zu schaffen machen scheint ...

... grosse Mengen zum Trocknen auf Gestelle gespannte Fische ...

... und sogar Schildkroeten!

Farewellparty Chris, Leon, Lin
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Zurzeit findet eine Abreisewelle anderer auslaendischer Studenten statt, gleich vier verlassen uns in einer Woche und zwar Chris (Deutschland), Leon (Taiwan), Lin (Taiwan) und Stas (Russland).

Lin und Wen-I, beide aus Taiwan.

Chis und Leon mit einem Glas Ginsengwein, angeblich lebt man einhundert Jahre wenn man ihn regelmaessig in geringen Mengen trinkt ...

Thilo und Stas.

Weihnachtseinkaeufe in Busan
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Zum Besorgen letzter Weihnachtsgeschenke bzw. Mitbringsel fuer Chris, der ja Weihnachten zu Hause feiert und uns leider schon bald verlaesst, auch seine Projektarbeit hier ist beendet, fuhren wir nach Busan. Busan, mit etwa dreieinhalb Millionen Einwohnern, sollte an Einkaufsmoeglichkeiten schliesslich mehr zu bieten haben als Pohang mit nur einer halben Millionen.

Ein koreanischer Nachtklub. Nur als Mann zahlt man Eintritt, etwa 24 Euro. Es laeuft ab und zu Musik zu der getanzt wird, dann geht die Musik aus und die Maenner bekommen an den Tischen vom Personal weibliche Gaeste zugeschoben, so kann man sich kennerlernen oder als Frau sich Getraenke ausgeben lassen. Es soll auch moeglich sein als Mann auf eine Frau zu zeigen die dann von der Bedienung an den Tisch gebracht wird. Daneben ein Blick auf die gewaltigen Hafenanlagen, Busan ist die wichtigste Hafenstadt Suedkoreas.

Winzige Hunde in einem Haustierladen in Kaefigen wie Kaninchen. In den kleinen Appartments lassen sich nur kleine Hunde halten, sehr selten sieht man groessere. Katzen sind als Haustiere laut einem Labmember sehr selten, ich sehe sie nur wild und in Abwehrhaltung wenn ich mich ihnen naehere. Auf dem Campus leben auch einige, sie ernaehren sich aus Muelleimern und aus den Tellern der Essenslieferdienste die man vor die Tuer stellt damit sie nach ein paar Tagen vom Lieferdienst wieder abgeholt werden koennen. Hornhechte gibt es wohl auch in dieser Gegend, viel kleiner als Beispielsweise in Griechenland und in anderer Fangzeit.

Es gibt eine grosse Halle des Fischmarktes, Bassins quellen ueber von riesigen Seeohren und anderen Mollusken, Plattfische planschen wild und schleudern Wasser meterweit, rote Tintenfische schwimmen vorwaerts und rueckwaerte ueber den Rand ihrer Glastkaesten, King Crabs - riesige Seespinnen klettern fuer kurze Zeit in die Freiheit, dicke traege klobige lilafarbene Fische druecken sich wie Schnecken an die Waende, riesige Mengen Wuermer, Kraken und viele andere Fische. Ueber den einzelnen Staenden haengen Schilder auf die gezeigt wird wenn wir laenger an einem Stand stehen. In der Etage darueber befinden sich die Kuechen der einzelnen Staende, unten zeigt man auf die Tiere die man moechte und bekommt sie oben serviert. Dort sitzt man dann gemuetlich auf Kissen vor niedrigen Tischen, es riecht aromatisch nach allen moeglichen Sossen und Pasten die man ausserdem hier kaufen kann und nach den vielen Kochstellen und auf eine Art knoblauchig aromatisch.


Auf der Suche nach dem Shoppingviertel einer Universitaet hat Thilo Schueler angesprochen, es sammelten sich mehr und mehr und keiner schien weder zu verstehen noch in irgendeiner Form Englisch zu sprechen. Nach eineinhalb Stunden stellten wir fest, dass wie an der falschen Station die U-bahn verlassen hatten, statt bei der Busan-Universitaet waren wir an der Pusan-Universitaet ausgestiegen, oder umgekehrt. Tueckisch war dabei, dass sich in der Umgebung einige Gemeinsamkeiten mit unserem eigentlichen Ziel fanden, weshalb wir unseren Irrtum erst so spaet erkannten und erst sowohl die Richtungsweisung des Brieftraegers als auch der Polizei anzweifelten. Im Begeleitschutz dreier Polizisten kamen wir endlich zur naechsten Station und nahmen die U-bahn zu unserem eigentlichen Ziel, dem universitaeren Shoppingdistrikt.


"Koreanische Pizza"
Statt abends in der Mensa zu essen gingen wir in kleiner Gruppe auswaerts etwas essen das mir spasseshalber als koreanische Pizza vorgestellt wurde, es handelt sich um eine Art Teig mit Fuellung, eher wie ein Pfannkuchen. Einen mit Kimchi, einen mit Austern und einen mit Tintenfisch. Eigentlich handelt es sich dabei um kein Essen sondern um eine Beilage zum Alkohol, fuer mich zwar auch Essen aber hier wird in der Hinsicht streng unterschieden.

Getrunken wurde dazu Makkoli, eine fermentierte Mischung aus Wasser und gekochtem vergorenem Reis. Die Gefahr bei diesem Getraenk besteht darin, dass man seine Betrunkenheit erst erkennt, wenn man aufsteht, sagt man zumindest, Kopfschmerzen soll man davon angeblich auch bekommen. Der Anlass fuer das Auswaertsessen war, dass einer der Labmember neuerdings eine Freundin hat. Vorher hatte das keiner gewusst und das war zu feiern.

Anschliessend assen wir mein Lieblingsgebaeck Hotag. Ueblicherweise kommen weder koreanischer Kuchen noch koreanische Suessigkeiten ueber eine schwache Suesse hinaus, Hotags allerdings werden mit u.a. Zucker gefuellt gebacken, der Zucker karamellisiert schwarz in der Hitze und schmeckt auch meinem westlichen Gaumen. Als Konsequenz des "Well Being"-Gedankens erhalten sie neuerdings gesundheitsfoerdernde gruene Bohnen.

Shopping in Daegu
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Samstag fuhr ich zum Einkaufen nach Daegu, ich hatte mir vergestellt dort gut Geschenke finden zu koennen, dem war nur leider nicht so, sucht man etwas spezielles ist es schon schwer in der Stadt in der man aufgewachsen ist etwas zu finden, trotzallem war es ein interessanter Tag und ich besitze einen neuen Pulli, geringelt natuerlich.

In einer U-Bahnstation mit ausschliesslich koreanisch beschrifteten Fahrkartenautomaten habe ich einen Koreaner angesprochen um erklaert zu bekommen, wie ich welches Ticket zu loesen habe. Er wollte dann mit mir zusammen einkaufen gehen, hat mich ueber den Markt gefuehrt und auf dem Markt in einem winzigen Esszelt zu einer Suppe eingeladen. Obwohl er in etwa in meinem Alter war sprach er so gut wie gar kein Englisch und es war sehr schwer zu kommunizieren. Trotzdem nett dass er sich so bemueht hat.

Eine Chillieverkaeuferin fand es zwar lustig dass ich sie photographieren wollte, verdeckte aber trotzdem ihr Gesicht, ich kann nur hoffen dass sie sich mit den Chillifingern nicht in die Augen gekommen ist:

Saemtliche Laeden einer Strasse sind zur Strasse hin weit geoeffnet, spielen laute Musik und verkaufen ausschliesslich Handys, ein Laden neben dem anderen, alle bieten scheinbar das gleiche an und jeder Laden scheint ueberbesetzt was das Personal angeht. Solche Strassen sind typisch, so gibt es eine Towelstreet mit Handtuchlaeden, eine Motorcyclestreet, eine Handtaschenstreet usw., erstaunlich dass das funktioniert. Ich habe mal gehoert dass koreanische Kunden ihrem Laden treu bleiben, deshalb die Konkurrenz der Laeden untereinander nicht so stark ist und auch kein oder weit weniger Preiskampf stattfindet als bei uns.

Eine oeffentliche Toilette im Bahnhof von Daegu. Was auf den ersten Blick negativ erscheint, naemlich dass die Toilette ausschliesslich fuer Auslaender gedacht ist, ist beim Weiterdenken weniger negativ. Schliesslich wird einem hier als Auslaender ein Sonderrecht eingeraeumt, negativ waere ein Verbot der anderen Toiletten fuer Auslaender. Aus dem Inneren war ein laut telefonierender Koreaner zu hoehren.

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Ich freue mich ueber jeden Eintrag im Gaestebuch, da ich dann auch weiss fuer wen ich schreibe! Gruss Basil
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